Manchmal ist eine schlechte Vergangenheit besser als gar keine

Ein kleiner Junge sucht in einem dunklen Kellergemäuer nach dem ihm versprochenem Geschenk. Kaum etwas ist zu erkennen und wer auch immer die Nachtsichtkamera hält, treibt Nikolas immer weiter die Gänge entlang. Die beiden kennen sich anscheinend, doch  schnell ist klar, dass das was hier passiert nichts Gutes sein kann und der Junge am besten sofort Richtung Ausgang laufen sollte. Das grünschwarze Bild lässt die angsterfüllten Augen riesig erscheinen, wenn Nikolas endlich versteht, dass die Tür die sich gerade schließt, geschlossen bleiben wird.

Der deutsche Film mag für vieles bekannt sein; romantische Komödien vielleicht oder diverse Kinderfilmreihen, doch für den Psychothriller wahrlich nicht.
Wenn in Carsten Ungers „Bastard“ aber schon gleich zu Beginn ein Teenager im Haus des verschwundenen Jungen steht, den Stoffhasen des Vermissten zur Hand nimmt und zur verzweifelten Mutter mit sadistischem Grinsen sagt „Hallo ich bin Fridolin. Mir ist so kalt und ich bin ganz allein“, dann ahnt man schon, dass hier ein perfides Spielchen mit den Figuren, aber auch den Zuschauern, getrieben werden wird.
Der Regisseur kreiert nicht nur genretypische Spannung, sondern erfüllt eben auch den „Psycho“ Faktor, indem er seine Bösen nicht bloß böse sein lässt, sondern durch emotionale Verkettungen und durchdachte Hintergründe, erst die Frage nach der Schuld überhaupt stellt.

Der dreizehnjährige Leon hat keine Identität mehr. Er legt seinen Namen ab, bezeichnet sich von nun an mehr nur noch als X und provoziert seine wohlhabenden Eltern wo er kann. Etwas stimmt mit dem Jungen nicht, soviel ist klar bevor man auch nur einen Satz von ihm hört. Mit dröhnender basslastiger Musik unterlegt, streift er eine leere Vorortsstraße entlang. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern –aber schon bald wird klar: der Junge hat einen Vereinsfreund entführt und plant, ihn noch vor dem Erreichen der Strafmündigkeit, in drei Tagen zu ermorden.
Die gleichaltrige Mathilda, hat wohl noch einen Namen und auch eine Herkunft, sicherlich aber wäre es ihr lieber, es wäre anders. Für ihre alkoholkranke Mutter muss sie die Pflegerolle übernehmen, um sich dann in ihren freien Minuten im Lolitalook an erwachsene Männer heranzumachen.
Zwar erscheinen die Kinder zunächst wie skrupellose Psychopathen, aber in kühlen, krassen Bildern und treffenden Dialogen wird klar, dass die Umstände ihnen kaum eine Chance gelassen haben. Sie lehnen sich auf, gegen Ungerechtigkeit, mangelnde Wärme und Isolation und suchen nach Aufmerksamkeit und Zuneigung mit Hilfe von Gewalt.

Den Höhepunkt der Grausamkeit inszeniert Unger nicht etwa durch blutige Folterbilder Nikolas‘, sondern dann, wenn er Mathilda und Leon dabei zeigt, wie sie sich parasitär in der Familie des Opfers einnisten. Nachdem Leon nämlich erfahren hat, dass die Familie in der er aufwuchs gar nicht die echte ist, sieht er sich im Recht seinen Platz, an der Seite seiner biologischen Mutter, einzufordern.
In diesen Szenen gelingt es Unger, eine eindrucksvoll bedrückende Stimmung zu erschaffen, die förmlich greifbar wird und nicht nur wegen der Thematik an Michael Hanekes „Funny Games“ erinnert. Die doch so unschuldigen Kindergesichter tragen auch hier eine grausame Kälte in sich, die für die hervorragende Besetzung „Bastards“ spricht und auch die harmlosesten Aktivitäten, wie der gemeinsame Besuch im Schwimmbad, werden zur Zerreißprobe.
Markus Krojer und allen voran Antonia Lingemann, die Leon und Mathilda darstellen, überzeugen mit fantastischen Leistungen und laufen einer Schauspielergröße wie Martina Gedeck, als vergleichsweiser nichtssagender  Kriminalpsychologin, stellenweise den Rang ab.

Auch wenn Ungers Geschichte an einigen Momenten als zu arg konstruiert erscheint, oder er es anscheinend mit der realistischen Darstellung einer derartigen polizeilichen Ermittlung nicht allzu ernst zu meinen schien; im Großen und Ganzen verblasst die Kritik vor allem dann, wenn man sich den wirklich fabelhaften Stil des Filmes anschaut. Mit untypischen Einstellungen und durchdachter Farbsättigung wird die allgemeine Stimmung des Filmes nicht nur unterstützt, sondern erst komplementiert.
Unger zieht sicherlich eine Gesellschaftskritik -   so viel ist klar. Auch bleibt er nicht, wie Haneke, konsequent und bis zum Ende grausam, sondern moralisiert seine Figuren bis zur endgültigen Absolution.  Und dennoch erreicht er, dass sein Erstlingsfilm, einen ganz eigenständigen Stil hat, der seine Geschichte beflügelt und Mängel ausbügelt.
Ein Film der ernüchtert; der sich vor unangenehmen Szenen nicht scheut, sondern sie zelebriert. Mit Jungschauspielern die ihre Rollen verstanden zu haben scheinen und einer wundervollen Art und Weise Thematiken nicht komplett aufzudröseln, sondern manchmal einfach nur die Bilder sprechen zu lassen.

Dieser Beitrag wurde unter Text veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Manchmal ist eine schlechte Vergangenheit besser als gar keine

  1. Marina Mucha schreibt:

    Kurzes Pladoyer für Absurditäten

    Anklage: Einverstanden: Bezeichnen wir “Bastard” als Psychothriller. Strukturieren wir für einen Moment unsere Gedanken so, als wäres es wichtig, dass Unger behauptet, sein Debütfilm sei einem solchen Genre zuzuordnen und gehen wir dann davon aus, dass sich die Komplexität des Films auf, aus Hollywood bekannten, Bewegungsstrukturen reduzieren lässt. Da wäre die Entführung eines Kindes durch ein Kind (da schlägt Unger ja verwandten Filmen ein Schnippchen, durch diese perfide Wendung), das “parasitäre Einnisten in der Familie”, wie es die vorgehende Kritik beschreibt, die nicht durchgeführte Hinrichtungsszene des Opfers, nicht zu vergessen der Undercovercop, der die psychischen Abgründe des Täters ergründet (die sich dann tatsächlich recht einfach durch eine Adoption aufklären lassen). Diese Grundbestandteile eines spannenden, packenden Filmes weiss “Bastard” zu befolgen, er variiert sogar die Themen so, dass sie nicht redundant (bekannt aus anderen Filmen) erscheinen, sondern atemraubend bleiben. So gesehen ist der Handkameraversuch zu Beginn des Films eher bemüht als innovativ, der Soundtrack mit basslastiger, nondiegetischer Musik soll vielleicht Affekte bemühen, die Gänsehaut bereiten und die Lolita- Figur der Mathilda steht für “Sex sells”. Und schließlich: Absurditäten (Im Kleinen etwa die undurchsichtige Polizistin Claudia Meinert oder im Großen die blutigen Häschen auf dem gedeckten Frühstückstisch) wären ungewollte Komikszenen.

    Aber jetzt: Einspruch! Egal was Unger sagt, egal was die Werbung sagt, auf das Formula des Psychothrillers lässt sich “Bastard” sicher und erfreulicherweise nicht reduzieren. Ganz im Gegenteil: Die oben kurz angesprochenen Absurditäten erweitern den Film, nicht nur um eine Ebene, sondern gleich um eine völlig andere Perspektive. Jetzt wollen wir “Bastard” einmal probeweise viel zutrauen, vielleicht auch zumuten und behaupten: “Bastard” ist ein selbstreflexives Drama, dass ausschnitthaft zersplitterte Individuen und Biographien zeigt, die nicht auf einfache Erklärungsmuster zurückzuführen sind, sondern sich als Bewohner der Postmoderne Motiviken entziehen. Da wäre die von Martina Gedeck gespielte Kriminaltistin, ihre Schwangerschaft, der mögliche Abbruch und ihr ominöser Lebensgefährte werden nur kurz erwähnt. Sie bleibt recht schweigsamer Beobachter der Szenerie, nur in wenigen Momenten kommt sie den Protagonisten Leon und Mathilda nahe. Diese Nähe ist dann Sinnbild für das verzweifelte Suchen nach Geborgenheit. Wird aber nicht weiter ausgeführt. Dann wäre da Mathilda, die fast ausschließlich mit einem Lolli, einem Finger, einem Schreiber im Mund dargestellt wird und somit ihre noch kindliche Inszenierung von Sexualität sicher nicht als naturalistisch bezeichnet werden kann. Realismus liegt “Bastard” auch dann fern, wenn er die Geburtstagsfeier Leons als makabres Psychospiel mit der Familie des entführten Jungen zeigt. Als Höhepunkt kann wohl der Selbstmord Mathildas gesehen werden, die Häschen, die ihr zunächst Ersatz für echte Mitmenschen gelten sollen, befleckt von ihrem Blut. Hier und an vielen weiteren Stellen verweigert “Bastard” sich eingleisiger Intepretationen. Die Bilder sagen klar: “Ich bin nicht die Wirklichkeit, ich bin ein Film.” und bestimmt auch: “Bin ich nicht ein große Tragödie?”, denn welch höhere Fallhöher als die unschuldiger Kinder hätte sich Drehbuchautor und Regisseur Carsten Unger zuspielen lassen können?

    Urteil: “Bastard” ist auch ein spannender Psychothriller. Durch gekonnt eingesetzte Ausfüge in das Überspitze oder eben das Nichterklärte wird er komplexer und damit bedeutender als das.

  2. Martin Lindner schreibt:

    Die Einführung in die Kritik zu „Bastard“ ist Janine Wahrendorf sehr spannend gelungen: die Autorin beschreibt detailliert die erste Szene, in der Nikolas von seinem Entführer in dem Keller eingesperrt wird und dass der Zuschauer hierbei die aufregende Point-of-View-Position des Entführers mit seiner Nachtsichtkamera einnimmt. Im Ganzen ist der Text sehr gut gelungen und überzeugt konsequent mit filmischem Fachwissen sowie Vokabular. Aber er hat meiner Ansicht nach Schwachstellen, die ich gerne ausführen möchte.
    Der Titel, den die Autorin für ihre Kritik gewählt hat („Manchmal ist eine schlechte Vergangenheit besser als gar keine“), erscheint mir fade und irreführend. Die Autorin greift hier simpel das auf, was Carsten Unger in seinem Film zu kommunizieren intendiert, ohne diese Aussage kritisch zu reflektieren. Hatte Leon wirklich ‚keine‘ Vergangenheit? Hatte er nicht liebevolle Eltern, die ihn in einem gepflegten Umfeld großgezogen, sich um ihn gesorgt und zu einem gebildeten Jungen großgezogen haben, dem es allem Anschein nach an nichts mangelt außer an Dankgefühl? In diesem Punkt ist der Film moralisch unsensibel und höchstfragwürdig. Denn seit 1999 wurden bundesweit fast 1000 Kinder in Babyklappen abgegeben (Frankfurter Rundschau); ihnen wurde damit die Chance auf ein ‚gutes Leben‘ gegeben, vielleicht sogar auf ein Leben überhaupt. Eine Stigmatisierung dieser Vorrichtung als Initialpunkt künftiger Rachefeldzüge der ‚Verstoßenen‘, die ‚keine Vergangenheit‘ haben, ist unredlich.
    „Sie [Leon und Mathilda] lehnen sich auf, gegen Ungerechtigkeit, mangelnde Wärme und Isolation und suchen nach Aufmerksamkeit und Zuneigung mit Hilfe von Gewalt“, schreibt Janine Wahrendorf. Meiner Ansicht nach versäumt sie es hier eine strikte Trennung zwischen Leon und Mathilda vorzunehmen. Während die Ungerechtigkeit, mangelnde Wärme und Isolation bei Mathilda nachvollziehbar ist, ist sie es bei Leon nicht. Ihm, wie ich es schon erwähnt habe, mangelt es an nichts im Leben. Die Story von „Bastard“ wäre glaubwürdiger, wenn der Regisseur Leon in Zuständen aufwachsen gelassen hätte wie Mathilda: wenn nach einem Schultag in der Küche auf der Herdplatte nur verdorbene Spaghetti und im Wohnzimmer eine auf dem Boden liegende, harninkontinente Mutter auf ihn warteten – so erzeugt die Geschichte aber nur fragendes Stirnrunzeln.
    Die Filmkritikerin ist begeistert von der Schauspielleistung der Darsteller. Mit Ausnahme von Antonia Lingemann überzeugen diese mich aber nicht. Markus Krojer spielt seine Rolle als Junge auf einer verzweifelten Identitätssuche nur durchschnittlich gut. Es scheint, als verfüge der Jungschauspieler nur über einen Gesichtsausdruck und seine Körpersprache wirkt häufig steifer als ein Holzbrett (Antonia Lingemann zieht auch immer wieder die Aufmerksamkeit von ihm weg, sodass er nur schwerlich seine Position als Hauptfigur verteidigen kann). Noch kreativloser spielen nur Beate Maes die Mutter von Nikolas, der man gar nicht anmerkt, dass sie am Boden zerstört ist und Martina Gedeck die Polizisten, die oft hilflos erscheint und der man in vielen Situationen peinlicherweise anmerkt, dass sie nicht weiß, was sie tut.
    Trotz einiger starker Szenen (wie die von der Autorin angesprochene Stofftierhasen-Szene) und hervorragender Bild- und Tonästhetik (in diesem Fall widerspreche ich Marina Mucha in ihrem Kommentar vehement) ist „Bastard“ vom Drehbuch her unlogisch; der Film verliert häufig seine Zielstrebigkeit, lässt viele Fragen offen und ist auf bedenkliche Weise lebensfern (man vergegenwärtige sich nur die immense kriminelle Energie und verbrecherische Raffinesse, die einem 13-Jährigen zugeschrieben wird oder die Teilnahmslosigkeit einer ganzen, in Lethargie verfallenen Polizeistaffel). Was die Figuren angeht oder, wie Marina Mucha lobend hervorhebt, „ausschnitthaft zersplitterte Individuen und Biographien, […] die nicht auf einfache Erklärungsmuster zurückzuführen sind“, meine ich, dass Carsten Unger so viel zeigen, so viele Facetten der menschlichen Psyche abdecken wollte, dass der Film letztlich unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht ohne den Zuschauern befriedigende Erklärungen an die Hand zu geben. Die vielen „komplexen und bedeutenden“ Interpretationsmöglichkeiten, die sich Marina Mucha weiter in dem Film offenbarten, blieben mir verschlossen. Was ich in dem Film sehe ist einen jungen Filmregisseur, der in der Zeitung mal was von Babyklappen gelesen hat, sich dann mit einem Jura-Studenten zum Kaffee getroffen und über das deutsche Rechtssystem schwadroniert hat, das Unter-14-Jährigen scheinbar jedwede verbrecherische Handlung ohne Konsequenz erlaubt – und herauskam: „Bastard“! Der Film wird es nur schwer schaffen, einen Verleih für sich zu begeistern. Wir werden „Bastard“ wohl eher eines Dienstags um 0.50 Uhr beim SWR sehen.

  3. Max Rolke schreibt:

    Bestandsaufnahme

    In den vorliegenden Kritiken und Kommentaren wurde nun schon viel geschrieben. Ich halte es daher für sinnvoll, eine kleine Bestandsaufnahme zu machen und mich zu ausgewählten Punkten zu äußern.
    Was in jedem vorhergehenden Text zu finden ist, ist dass Carsten Unger in seinem Film vor allem eins geschaffen hat: Hervorragende Bilder. Gelobt wurde der ganz eigenständige Stil des Films, der durch seine Bilder über das Genre des Psychothrillers hinausgeht und darüber Ausflüge in einer tiefere Bedeutung unternimmt. Ich kann mich dem nur anschließen und nochmals unterstreichen, dass der Stil des Films das Gezeigte verdeutlicht und den distanzierten Zuschauer versucht mitzunehmen. Kameraführung, Szenenbild und Farbgebung passen sich der Story gut an.
    Aufgeworfen wurde auch die Frage nach dem Genre. Ob Psychothriller oder Drama – das will sich nicht ganz klären lassen. Carsten Unger selbst sieht in seinem Film an der Oberfläche einen Psychothriller, der über einem berührenden Drama liegt. Ich denke, dass an dieser Stelle auch die Stärke des Films liegt. Durch die dramatische Geschichte hinter der Entführung des kleinen Nickolas, wird der Thriller erweitert und regt zum Nachdenken an. Stichworte, die auch schon in den vorigen Texten auftauchen, können diese Stärke unterstreichen: Es war die Rede von Gesellschaftskritik und dem Aufzeigen sozialer Missstände. Auch wenn an der Stelle bei meinen Kollegen die Frage nach dem Realitätsbezug auftaucht und die Moral ins Spiel kommt, denke ich, dass der Film gerade die Aufgabe hat auf Missstände hinzuweisen. Und das macht Carsten Unger in seinem Film.
    An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass in den Texten zuvor die Entwicklung der Story kritisiert wurde. Zu konstruiert oder gar beim Kaffeeklatsch entstanden wurde an manchen Stellen orakelt. Ich denke „überspitzt“ trifft es ganz gut und dabei sollte man auch bleiben. Und auch hier muss ich dem Filmemacher Unger recht geben. Der Film ist eine Konstruktion aus dem Gedankengang „Was wäre wenn?!“. Anders käme kein Konflikt zustande. Doch die angesprochenen Punkte halte ich auch für nachvollziehbar. Irrationale Handlungsweisen verschiedener Charakter schmälern das Identifikationspotential und die „Was wäre wenn?!“-Konstruktion von Carsten Unger kommt ins Schwanken.
    Ein letzter Punkt sollte noch angesprochen werden. Die Schauspieler wurden an vielen Stellen entweder für ihre fantastischen Leistungen gelobt oder ihnen wurde die Flexibilität eines Holzbretts unterstellt. Für mich kommt es bei einem Schauspieler vor allem darauf an, ob ich ihm seine Rolle abnehme. Kreatives Potential, das der Schauspieler an den Tag legt, um die Rolle auszuschmücken, kann man als Sahnehäubchen ansehen. In Bastard allerdings haben mich vor allem die jungen Schauspieler von ihrer Rolle überzeugt. Nicht mehr und nicht weniger. Es waren keine kreativ herausragenden Leistungen zu sehen, sondern solide Arbeit noch sehr junger Schauspieler.
    Um nicht noch mehr zu wiederholen, was eh schon gesagt wurde, halte ich es an dieser Stelle für sinnvoll ein Fazit zu ziehen. Ich halte Bastard für einen gelungenen Debütfilm, mit einigen Schwachstellen. Gewöhnungsbedürftig ist die Mischung aus Drama und Psychothriller. Das dürfte manchen Zuschauer in seinen Erwartungshaltungen wohl verwirren. Schön ist aber die angebrachte Gesellschaftskritik, die auf die Spitze getrieben wird, aber wohl an manchen Stellen über das Ziel hinausschießt.
    Hinweisen würde ich noch gerne auf die gescheiterte Kommunikation in den Dialogen. Oft hört man Sätze wie „Das verstehe ich aber nicht“, „Ich weiß nicht wovon sie reden“ oder einfach ganz unterschiedliche Meinungen in Bezug auf ein Thema. Ich denke, dass das der zentrale Punkt ist, der die Charaktere scheitern lässt und damit auch die zentralen Kritikpunkte des Films anspricht: Vertrauen, Verständnis und das Aufbauen von Nähe, scheinen für Carsten Unger wichtige Faktoren in der Entwicklung eines Charakter zu sein. Besonders deutlich wird das an der Stelle, an der die Polizistin Meinert nur an ihren Kollegen herankommt, indem sie sein heißgeliebtes Feuerzeug zerstört: „Jetzt bin ich jemand in ihrem Leben, nämlich die, die ihr Feuerzeug kaputt gemacht hat.“ Die gescheiterte Kommunikation zeiht sich durch den gesamten Film und betrifft alle Charaktere in jeder Konstellation: Die Eltern verstehen sich untereinander nicht, verstehen die Polizei nicht, noch weniger die Kinder. Doch auch umgekehrt ist genau das zu erkennen. Selbst die Kinder untereinander verstehen sich nicht. Matilda sucht immer einen Zugang über sexuelle Nähe, während Leon auf diese Art der Kommunikation überhaupt nicht eingeht. Das finde ich durchaus gelungen.

  4. Chen Xiang schreibt:

    Die Autorin hat einen fantastischen Anfang der Krtik geschrieben, der sehr anspannend, detailliert und attraktiv ist. Und er lässt die Lesern den Text weiterzulesen nicht stoppen können. Dass der Anfang auch nach der Handlung und den Szenen organisiert wird, ist auch sehr praktisch für die Zuschauer, die noch nicht den Film gesehen haben. Und für die Zuschauer, die schon den Film genießen haben, ist der Anfang relativ eine verschönerte wiederdarstellung gewesen. Er kann nicht nur die Lesern an die verwirrte Geschichte sich erinnern lassen, sondern auch den Film anscheindend interessanter und logischer beschreiben.

    Die Filmkrtik wird sich haupsächlich auf die 2 junge haupte Charaktere konzentriert (Leon und Mathilda). Sie werden bereits von der Autorin ziemlich objekt und komplett analysiert und auch mit fast kompletter Note bewertet. seine Darstellung ist naturell, zutreffende und so wie instinktiv. Persönlich fand ich der Figur, Mathilda, attraktivst und ziemlich gut von Antonia Lingemann dargestellt. Antonia Lingemanns beliebst und beeindruckst gewesen. Sie ist ein pefektes Paradox für die Zuschauer. Im Vergleich zu den Jungen sind alle Schauspielergröße verblasst. Aber fand ich der Schauspielerin der Polizistin (Martina Gedeck) auch professionell.

    Außerdem wird das Ende als „Grausamkeit“ bewertet. Persönlich stimme ich der Bewertung zu, weil ich überhaupt nicht das akzeptieren kann, nicht nur den Selbstmorde von Mathilda, sondern auch die 3 Hasen auf dem Tisch. Damit ist ein Psychothriller zu einer komödie oder einem Märchen gewechselt. Aber das Ende würde schockiert organisiert worde. Wahrscheinlich würde der Regisseur, Carsten Unger, die 3 Hasen als die Symbole von den 3 andere „Familiemitgelieder“ bezeichnen. Dass die Szenen darzustellen, ist keine gut vorstellung oder Performance. Sondern würden endlich die Zuschauer gengenseitig nur verwirrt finden.

    Die Autorin hat fast schon alles Possitives ausgedrückt, beziehungsweise die Musik. „Bastard“ hat tatsächlich den guten Entwurf. Aber das Ergebnis lässt man bisschen enttäuschend sein. Aber ich freut mich trotzdem auf den nächsten neuen Film von Carsten Unger.

  5. wenyiyang schreibt:

    Das Performance von zwei jungendliche Hauptdarsteller ist zweifellos erforgreich. Mathilda´s Gesicht mit klarem Maulwurf neben dem Mond zeigt eine Mischung von puren Mädchen und heulerische Sexy, was sieht ähnlich wie eine andere filmische Figure Lolita aus. Aber Mathilda ist nicht glücklich wie Lolita, wer hauptsächlich Zentral im Film ist, sondern tritt immer auf eine peinliche Weise auf.

    Obwohl sie zur Hauptverbrecher gehört, hat sie keine selber Verbrechenmotiv. Sie benutzt einfach Leon´s Motiv. Leon hat es gefunden, dass er von jetztigen Familien adoptiert wird und möchte das Leben mit seinem biologischen Mutter erfahren, deswegen entführt sein kleinen jungen Bruder. Mathilda kommt aus auch einer unvollständigen Familien: es gibt keinen Vater in ihren Familien und sie muss ihre alkoholsüchtige Mutter pflegen. Und Leon´s Idee erfüllt zufällig ihren Wunsch. So teilt sie mit.

    Die Beziehung zwischen zwei Verbrechern ist nicht harmonisch. Mathilda versucht immer Leon zu verführen, wie sie immer zu anderen erwachsenen Männer getan hat, aber keinen Erfolg. Aus Mangel an Vaterschaft in ihrem Leben macht sie in der Öffentlichenkeit ein verführerisches Verhalten zu Vater mit Kindern, zu lustigen oder Portemonee zu stehlen. Sie weiß nicht, wie mit Männer auszukommen, außer sextualer Weise. Sie tut das gleiche zu Leon. Aber Leon achtet nur auf die vermisste Mutterschaft, was offensichtlich ein rebellisches jungliches Mädchen nicht anbieten konnte. Mathilda hat vieles für Leon getan, aber der gleichgültige Leon sieht ihr nur als ein Partner und machmal hat “sie vergessen“.

    So führt zum Mathilda´s Selbstschuss am Ende des Films. Leon hat sein Problem perferkt ausgelöst aber Mathilda gar nicht. Morgen geht die Sonnen auf und zieht das utopische Theater den Bühnenvorhang zu. Sie hat Frühstücken für allen vorbereitet und nur Hasen konnten sie begleiten. Aber Hasen sprechen nicht. Mathilda geht zum Tod allein mit Depression.
    Trotzdem kann man nicht einfach sagen, Mathilda ist eine überflüssige Spielrolle. Es gibt verschiedene Arten von Unglücken auf der Welt. Die unglückere Mathilda macht Leon glücklicher zu scheinen und gibt den zweistundigen relativ langweiligen Film mehr Wunderbarkeiten. Alles in allem findet die peinliche Mathilda seine richtige Position in diesem Film.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s